… und was sind nun Hornträger, Süßgräser und Zeckbeeren?

In unserer diesjährigen „Naturwissenschaftlichen Sommerwoche“ machten wir uns mit den Kindern auf die Suche nach den Köstlichkeiten, die die Natur uns bietet. Neugierig waren wir unterwegs, um an den Ursprung unserer Lebensmittel zu gelangen – erarbeitet, gewonnen und verarbeitet von unseren Bauern. Denn zu den Hornträgern gehören unter anderen Tieren unsere Milchkühe, zu den Süßgräsern gehört unser Brotgetreide und die köstlichen Schwarzbeeren werden auch Zeckbeeren genannt!

Als roter Faden durch die Woche führte uns die Geschichte „Das Pfannkuchenbuch“ von Eric Carle. In diesem wünscht sich Felix von seiner Mutter Palatschinken mit Marmelade – die ihn daraufhin losschickt, die einzelnen Zutaten zu besorgen.

IMG_20210323_165404_kleinWas braucht man nun alles, um Palatschinken zu backen und woher bekommen wir diese Zutaten eigentlich? Unser Ziel war es, all diese Zutaten selbst zu gewinnen bzw. in ihrem Ursprung kennenzulernen und am letzten Tag auch selbst Palatschinken mit Schwarzbeermarmelade zu backen. Und so machten wir uns im Übelbachtal auf die Suche nach Eiern, Milch, Mehl und Schwarzbeeren. Aber nicht nur Palatschinken wollten wir backen, wir kochten auch an allen anderen Tagen (außer am Mittwoch) unser Mittagessen mit Zutaten direkt vom Bauernhof im Gulaschkessel über dem Feuer selbst! Die Kinder schnippelten Zwiebel und anderes Gemüse, sie rührten, kneteten und rollten mit Begeisterung die Teige aus.

Die Fotos bitte anklicken, um sie zu vergrößern!

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Auch die Jausenbrote wurden selbst gestrichen …

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… und Gemüse wurde fleißig geschnippelt …

Emil war begeisterter Koch

… umd Emil war ein begeisterter Koch!

 

1. Tag, Montag: Eier, Gemüse und Fleisch: Am ersten Tag besuchten wir den Hofladen Köll-Schinnerl in Übelbach (Münzlmoarhof, 8124 Gleinalmstraße 75), wo wir liebevoll aufgenommen und unterstützt wurden. Die Kinder durften Kräuter ernten, die Hühner füttern und Eier im Hühnerstall abnehmen, die wir sowohl für Freitag, für unsere Palatschinken, als auch für einen weiteren Wochenschwerpunkt brauchten. Denn ganz bewusst haben wir in dieser Woche auch den Fleischkonsum thematisiert, da alle Kinder auf unserer Sommerwoche auch Fleisch und/oder Würstl lieben. Deshalb stand an diesem Tag auch Hühnergeschnetzeltes mit Reis und Salat auf unserem Speiseplan! Die Kinder bruzzelten gemeinsam mit Angelika im Gulaschkessel das Geschnetzelte mit sehr viel Gemüse und Kräutern aus dem Garten von Elisabeth Köll – und Elisabeth kochte für uns auf ihrem Holzofen 2,5 kg Reis! DAS war eine ganz besondere Herausforderung – und er ist ausgezeichnet gelungen! Und – es ist kaum etwas übrig geblieben!

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Geschmaust wurde gleich in der Wiese, ganz unkompliziert, und die Teller sind schon fast leer!

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Es schmeckte Groß und Klein ausgezeichnet!

Schön war auch heuer wieder zu sehen, dass „unsere“ Kinder nach kurzem Kennenlernen und winzigkleinen Reibereien am ersten Tag, wunderbar zusammenfanden und egal welchen Alters (von 6 – 14 Jahren) und ob sie neu zu der schon seit Jahren bestehenden Gruppe hinzugekommen sind, die einzelnen Tage der Woche gemeinsam, mit viel Spaß, Neugier und gegenseitiger Hilfe erlebten.

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Sich gegenseitig bei den Arbeitsblättern helfen …

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… Freundschaften schließen …

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… und gemeinsam die Welt entdecken und Spaß haben! Was gibt es Schöneres?

Auch der Schwerpunkt Fleischkonsum war uns wichtig, leben doch auf den Bauernhöfen viele Tiere, die letztlich dafür gehalten werden. Und wir dürfen als Omnivore dankbar Fleisch konsumieren, wenn es den Tieren auch gut geht! So wie bei der Familie Schinnerl-Köll, wo Kühe und Kälber sogar gemeinsam mit dem Stier gemütlich auf der Weide wiederkäuend in der Sonne liegen. Und um diesen Schwerpunkt zu vertiefen, haben wir mit den Kindern Hasenfelle biologisch gegerbt. Felle, die sonst im Abfall landen würden – eine Verwertung, durch die wir den Tieren unsere dankbare Achtung zollen. Bewundernswert umsichtig und konzentriert gingen die Kinder auf diese Herausforderung ein! Und zum Gerben benötigten wir ein Dotter, um die Haut damit einzureiben und viel Kraft zum Ziehen (Aufbrechen der Struktur, dann wird das Fell ganz weich). Die übriggebliebenen Eiklar verwandelte Elisabeth Köll für uns zu köstlichen Keksen! Am letzten Tag der Woche wurden die Felle noch über dem Feuer geräuchert, um sie damit auch wasserfest zu machen.

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Hier werden die Felle von Lisi zum Trocknen aufgehängt!

Um den Nahrungskreislauf besser zu veranschaulichen, haben wir auch moderne Medien genützt. https://www.planet-schule.de/mm/lebensraum/wald-nahrungskette/ (Schulfernsehen multimedial, Planet Schule des WDR und SWR). Denn nur die Pflanzen benötigen lediglich Sonnenenergie, Kohlendioxid, Wasser und Nährstoffe aus der Erde, um zu wachsen und zu gedeihen. Sie sind die Produzenten am Anfang der Nahrungskette, es folgen die Pflanzenfresser und Fleischfresser. Am Ende der Kette leben Milliarden Kleinstlebewesen, die Destruenten (Zersetzer) am Boden und in der Erde, die alles Organische in Humus (organische und anorganische Nährstoffe) aufbereiten – und der Kreislauf beginnt von neuem. In diesen sind wir Menschen eingebunden –  dankbar für die Nahrung, die uns die Natur bietet.

Da wir einige Gruppenarbeiten vorgesehen hatten, teilten sich die Kinder dem heurigen Thema entsprechend auch in drei Gruppen auf: die Pflanzenfresser, die Fleischfresser und die Zersetzer. Am Ende des Tages besprühten die Kinder wie jedes Jahr mit konzentrierter Begeisterung ihre T-shirts mit bunten Farben – wunderbar kunstvolle Kreationen entstanden – T-shirts, die die Kinder durch das Jahr begleiten werden.

P1120945_klein P1120944_kleinZum Abschluss überreichten die Kinder und das Team von AGUAStud Elisabeth Köll und Rudi Schinnerl kleine Kostbarkeiten als herzliches DANKESCHÖN für diesen wunderschönen Tag auf ihrem Hof – auch dem Opa gilt ein besonderer DANK für seine Fürsorge!

2. Tag, Hornträger: Milch, Käse, Butter: Am Dienstag besuchten wir Familie Zillmann auf dem Biohof von Gottfried Mühlbacher, hoch oben am Himberg, mit weitem Blick in die umgebende Bergwelt (8121 Himberg 14), wo uns Annika Zillmann eine interessante Einführung in die Gewinnung und Verarbeitung von Milch gab und die Kinder nicht nur Kühe streicheln oder die kleine Tochter der Familie „hoppan“ durften, sondern auch selbst den Frischkäse abschöpfen konnten, den wir uns danach zur Jause schmecken ließen.

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Hoch oben mit freiem Blick lebt die Familie Zillmann mit ihren Milchkühen am Biohof Mühlbacher …

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… und während die anderen Kühe auf der Weide waren, musste diese hier auf den Tierarzt warten (Besamung), weshalb die Kinder sich intensiv mit ihr beschäftigen konnten – und Annika, die Bäurin, konnte viele neugierige Fragen beantworten!

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Hier sind alle „unsere“ 17 Kinder versammelt  …

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…. und der geheimnisvolle Schatz …

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… die gestockte Milch (Gallerte), die von den Kindern in kleine Förmchen zum Abtropfen geschöpft wurde (Frischkäse).

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Danach wurden Tragetaschen bunt bemalt, die zum Kräutersammeln bestens geeignet waren!

Abschließend versorgten wir uns für die nächsten Tage bei Annika noch mit Butter, Frischkäse und Topfen für unsere Jause – und wanderten danach auf den Biohof der Familie Ablasser, (8124 Übelbach, Am Warthkogel 63), wo wir den restlichen Tag verbringen durften – mit einem einzigartigen Blick über das Übelbachtal!

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Der weite Blick, wie aus einem Adlerhorst …

Auch hier besuchten die Kinder die Kühe im Stall, schlüpften in Kälberboxen und beobachteten die Schafe auf der Weide. Und Martin Ablasser ist auch Imker – und er zeigte und erklärte den staunenden Kindern die Lebensweise eines Bienenvolkes mit ihrer Königin sowie die Arbeit eines Imkers anhand eines Schaubienenstocks. Das war faszinierend, so wie das Räuchern mit dem Smoker (Rauchgerät, befüllt mit Rinde, Holzspänen etc.), dessen Rauch die Bienen während der Arbeit des Imkers beruhigt. Und die beste Süßigkeit war wohl der „Honig-Wachs-Kaugummi“, ein Stück Bienenwabe mit Honig gefüllt – auch wenn der Kuchen von Gusti Ablasser bestimmt ebenso köstlich schmeckte! DANKE vielmals!

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Mit Honig befüllte Bienenwaben … köstliche Süßigkeit!

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Der Schaubienenstock faszinierte …

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… so wie das Vernebeln mit dem Smoker!

Wildkräuter sammeln, das Mittagessen kochen (Kräuter-Eierspätzle und Salat) aus den Produkten ab Hof (Milch, Eier, Kräuter) und lustige Spiele füllten den Tag – bis die Kinder am Rückweg durch den Wald nach Übelbach auch noch die Hühner und Schafe des Hofs besuchen und die freilaufenden Schweine füttern konnten. DANKE für diesen wunderbaren Tag mit dem Einblick in die Arbeit der Landwirte (hier als Bergbauernhof mit Erschwerniszone 4), deren Produkte unsere Nahrungsgrundlage sind.

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Die Kinder beim Spätzleteig-Rühren!

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Und geschmeckt hat es allen ausgezeichnet!

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Am späten Nachmittag ging es dann wieder abwärts …

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… es wurde diskutiert und gelacht …

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… die Schafe besucht …

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… und die freilaufenden Schweine gefüttert!

3. Tag, Mittwoch: Zeckbeeren (Schwarzbeeren): Am Mittwoch fuhren wir mit dem Taxi (Franz Schlegl) auf die Gleinalm zu Anne und Christian Koller (Pächter des Gleinalm-Schutzhauses), um dort die Schwarzbeeren für unsere Palatschinken zu klauben. Begeistert verschwanden die Kinder im Gesträuch – und tatsächlich schafften wir es, gemeinsam 3 Kilogramm der kleinen, süßen Beeren zu sammeln, obwohl die Zungen danach auch blitzblau waren! Ja … wohin sind denn die Schwarzbeeren verschwunden?

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Ob die Becher alle voll werden …?

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Gemeinsam werden es sogar 3 kg!

Wie herrlich war dieser Tag, in der Kühle der Seehöhe (1.585 m) und des Waldes – aber es war auch eifrige Kleinarbeit notwendig (drei ins Kröpfchen, eine ins Töpfchen …). Am Holzofen im Gleinalm-Schutzhaus durften wir die Marmelade kochen und Anne und Christian verwöhnten uns mit einem guten Mittagessen!

Und fleißig wird gerührt ...

Hier wird fleißig gerührt …

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… und nach dem Abfüllen der Marmelade selbst das letzte süße Rotblau genüsslich ausgeschleckt!

An diesem Tag musste aber auch noch das Eidotter von den Hasenfellen gründlich abgewaschen, die Felle fest gezogen und zum Trocknen auf Äste gehängt oder in der Wiese aufgelegt werden …

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Die Felle werden gründlich gewaschen, danach fest gezogen und zum Trocknen aufgehängt!

… die restliche Zeit verbrachten wir auch wieder wie jeden Tag mit unterschiedlichen Spielen (Versteinern, Schwänzchen fangen, Huka-Haka und anderen Bewegungsspielen). Und da das Wetter sehr unbeständig und regnerisch war – fuhren wir mit dem Taxi (Franz Schlegl) zurück nach Übelbach, anstatt wie geplant zu Fuß bis zum Schranken Hoyer zu wandern. DANKE an Anne und Christian Koller für den wunderbaren Tag in luftiger Höhe, für die Kinder war es ein Fest der Bewegung und Freude!

P1130113_klein24. Tag, Donnerstag: Süßgräser, Mehl: Der Donnerstag entführte uns in vergangene Zeiten – die Kinder droschen mit selbstgemachten Dreschflegeln Getreide (Roggen, Weizen und Triticale), das uns vom Landwirt Hermann Harrer aus Tulwitzviertel mit der Sichel geschnitten zur Verfügung gestellt wurde. Die Kinder trennten danach das Korn von der Spreu – und die Spreu flog mit dem Luftzug der stark blasenden Kinder davon – die Körner landeten in der Schüssel darunter!

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Hermann Harrer beim Schneiden und Binden der Garben! Gerade noch rechtzeitig – am nächsten Tag kam der Mähdrescher!

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… und die Kinder beim kraftvollen Dreschen, dass die Körner nur so flogen …! Das Getreide war wunderbar reif und trocken!

Danach waren wir Gäste in der Marktmühle in Deutschfeistritz (Familie Fichtinger), wo uns der Weg eines Getreidekorns zum Mehl veranschaulicht wurde (17 x wandert ein Korn von oben nach unten durch die Mühle). Es war sehr spannend und bereichernd – für Groß und Klein! Allein der Duft in der Mühle, das alte Gebäude, die vielen Stockwerke, der Aufzugsschacht, die vielen Antriebsriemen, Siebe, Rohre, Säcke … und danach das Fühlen des Getreides in den dafür vorgesehenen Holzkästen, sanft durch die Finger rieselnd, waren einzigartig. Ein besonders herzliches Dankeschön an die Familie Fichtinger, die uns diese Möglichkeit, trotz ihres Urlaubs geschenkt hat!

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So winzig klein ist ein Getreidekorn, 17 x durchläuft es Mahlvorgänge …

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… über Metallwalzen im Walzenstuhl mit unterschiedlicher Riffelung …

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… und durch hauchfeine Siebe, bis das Mehl letztlich in richtigem Ausmahlgrad vorliegt. Ganz so, wie es die Bäckerin/der Bäcker sich wünscht …

Mit dem Zug ging es weiter zu Familie Wallner in Prenning (8121 Am Greith Str. 5), wo uns schon Edith Wallner mit ihren Enkelinnen und Hund an der Schafweide erwartete!

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Die Zugsfahrt war ein Highlight …

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… der Hund wurde gestreichelt …

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… die Schafe gefüttert …

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… und viele Eier abgenommen sowie Küken versorgt!

Danach verarbeiteten die Kinder eifrig (und hungrig) 3 Kilogramm! Hartweizengrieß aus der Mühle zu Nudeln für das Mittagessen (mit Fleischsugo von Angelika) und viel Salat (Gurken, Karotten und grüner Salat), alle Zutaten immer aus biolgischer Landwirtschaft und größtenteils regional. Sonja Viertler (Bäckerei Viertler, Prenning) unterstützte uns kräftig beim Kochen unserer selbstgemachten Nudeln – bei dieser Menge eine große Herausforderung, die wir letztlich gemeinsam gut meisterten! Und aus dem Vollkorn-Dinkelmehl von Edith Wallner wurde köstliches Gebäck gedreht, gerollt, geflochten, belegt. Die Kinder kneteten, walkten und formten mit Begeisterung – und es schmeckte allen ausgezeichnet. Und jeden Tag waren die gastgebenden Landwirte auch unsere herzlich eingeladenen Mittagsgäste!

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Gemüse für den Salat wird geschnippelt …

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… und Brotweckerln gerollt und geformt!

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Den Nudelteig zu kneten war eine ganz besondere Freude …

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… konzentriert wurde zugehört und gelernt …

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… und zwei Nudelmaschinen und Teigroller unterstützten bei der Arbeit und machten den Teig ganz dünn!

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Alle Kinder wollten auch einmal an der Nudelmaschine drehen und freuten sich über das großartige Ergebnis!

Familie Wallner verwöhnte uns mit vielerlei Zuwendung und Köstlichkeiten – und Hund, Schafe, Gänse, Hühner, Küken und Pferd faszinierten die Kinder. Natürlich fehlten Bewegungsspiele trotz des mittlerweile schon sehr heißen Tages nicht ganz!

Aber nach den vielen Aktivitäten des heutigen Tages mussten wir uns letzlich auch hier verabschieden – und wir bedankten uns wieder mit kleinen Geschenken bei der Familie für ihre liebevolle Herberge! Danach ging es rasch zum Zug – und an den Pastnerteich, wo nun endlich die Zelte für unsere heißersehnte Übernachtung aufgestellt werden konnten!

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Die Kinder waren sehr geschickt und die Zelte waren im Nu (auch mit Hilfe der Eltern) aufgestellt. Birgit befestigt einige Heringe noch etwas gründlicher …

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… und der gemütliche Abend konnte beginnen!

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Das abendliche Lagerfeuer mit Freunden, Steckerlbrot und Würstel … das ist Sommer, das sind Ferien …!

Am Lagerfeuer wurden auch unsere mittlerweile getrockneten Felle geräuchert, um sie wasserfest zu machen – und mit einer Nachtwanderung mit Sternebeobachtung (Perseidenschauer) klang der abwechslungsreiche Tag gemütlich aus.

5. Tag, Freitag: Baden, Palatschinken und Abschlussquiz: Am letzten Tag wollten die Kinder die Sommerwoche gleich noch um eine Woche verlängern – und alle wollen nächstes Jahr wiederkommen, was uns wie jedes Jahr sehr freut und in unserer Arbeit bestärkt.

Nach dem Frühstück – gestärkt von Müslimischungen aus der Marktmühle mit frischer Milch von Familie Zillmann am Himberg – verbrachten die Kinder diesen sehr heißen Tag hauptsächlich im Wasser. Währenddessen Angelika unter sengender Sonne und über glühheißem Feuer die heißersehnten und von den Kindern während der Woche fleißig erarbeiteten Palatschinken buk, mengenmäßig ergänzt vom Gasthaus „Altes Hammerherrenhaus“.

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Noch mit süßem Kakaomund vom Frühstück wird der Palatschinkenteig gerührt …

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… die Palatschinken kunstvoll gebacken …

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… in der großen Pfanne auf Tellergröße geviertelt!

Und dazwischen diente Marina ein wenig als „Ersatzmama“ für die etwas müden Kleineren  in unserer Gruppe nach der kurzen Nacht!

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Wie gemütlich ist so eine kleine Rast in der Zwischenzeit …

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… bis die fertigen Palatschinken endlich genüsslich mit der eigenen Schwarzbeermarmelade geschmaust werden konnten …

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… unterstützt durch palmölfreies Nussmus!

 

     

An diesem letzten Tag unserer Sommerwoche war geplant, in den nahgelegenen Markt „Nah & Frisch“ zu wandern und mit den Kindern Vergleiche anzustellen: Woher kommen die Lebensmittel in den Regalen der Supermärkte nun wirklich? Doch aufgrund der sommerlichen Hitze haben wir das nicht mehr umsetzen können. Daher bitten wir die Eltern: schaut einmal mit den Kindern auf die Etiketten und besprecht mit ihnen, was wir diese Woche auch erlebt haben: Alle Nahrung kommt aus der Natur und entspringt der Arbeit der Landwirte auf ihren landwirtschaftlichen Betrieben – und dass es wichtig ist, bewusst einzukaufen: biologisch (Vermeidung von Schadstoffen) sowie regional (Klimarelevanz, Belebung der Region) – und beim Fleischkonsum darauf zu achten, dass es den Tieren auf ihren Heimathöfen auch gut ergangen ist (Weidehaltung, kurze Wege zum Schlachthof).
                                                                                      
So beendeten wir die „Naturwissenschaftliche Sommerwoche 2021“ mit vielen Sprüngen ins erfrischende Nass, unserem obligaten Quiz, mit verdient schönen Preisen für alle sowie Eis und Kuchen von den Eltern. Auch für uns war es eine sehr gelungene Woche – und wir danken nochmals sehr herzlich den Familien in Übelbach und Deutschfeistritz sowie der Marktgemeinde Übelbach, die uns während unserer naturwissenschaftlichen Projektwoche so liebevoll und großzügig unterstützt haben.

Angelika Riegler, Ismene Fertschai, Lisi Ofner, Birgit Ömer und Marina Meyer, das Team von AGUAStud

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Ein letztes Mal ins erfrischende Nass – mit einem fröhlichen Abschiedswinken!

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