AIS und AGUAStud

AISAktiv, Individuell, Sozial (AIS-Jugendservice Gratkorn) trifft auf die ARBEITSGEMEINSCHAFT UMWELTAKTIVER Studierender = AGUAStud. Und die Geographin Angelika Riegler hat mit Verve die 9 Kinder und ihre drei Betreuer*innen einige der besonderen Eigenschaften des Wassers und seine Bedeutung für uns Menschen und unsere Umwelt mit allen Sinnen wahrnehmen lassen, begleitet durch die Studentin Birgit Ömer (Biologie, Chemie). Nichts ist wichtiger im Bildungsprozess, als Erfahrungungsmöglichkeiten mit einzuschließen und theoretisches Wissen erlebbar zu machen! Voll Staunen meinte eines der Mädchen: dann sind wir IM Wasser, überall ist Wasser! JA – unter unseren Füßen, im Boden, in den Pflanzen, in uns, in der Luft … rundum ist Wasser! Nicht nur im Übelbach! Und ohne Wasser kein Leben, das war den Kindern klar! Zuletzt konnte noch jedes Kind ein Wasserkreislaufglas – das geschlossenes System des Wasserkreislaufes in Miniformat (Steine, Kohle, Erde, eine kleine Pflanze und Wasser in einem Gurkenglas, abgedeckt mit einer Folie) schaffen, um daheim zu beobachten, wie unser System Erde funktioniert.

DANKE an AIS und die Kinder, es war eine große Freude für uns! Angelika und Birgit

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Da wir keine Fotoerlaubnis der Eltern hatten – schauen uns die Kinder interessiert zu! Ebenso neugierig und fröhlich, wie während der Exkursion! :-)

Exkursion an den Wasserthemenweg in Übelbach

Am 5. Juli 2022 war die 1. Klasse der Volksschule Übelbach (Klassenlehrerin Frau Gerold) mit AGUAStud (Birgit Ömer, BEd. Biologie, Chemie) am Wasserthemenweg „WWW-WasserWissensWelt“ unterwegs. Bestens ausgerüstet, bei sehr unbeständigem Wetter, erwanderten die Kinder mit viel Freude den schönen Weg entlang des Übelbaches – und entdeckten gemeinsam mit Birgit und den Lehrpersonen die Vielfalt des Wassers und seine Bedeutung für uns Menschen, Tiere und Pflanzen. „Wasser ist überall“ war eine der wichtigsten Erkenntnisse auf dieser Wanderung. Und – als faszinierendste Erfahrung – dass Wasser sogar in Gesteinen enthalten ist. Sie animierte die Schüler*innen sogleich, diese zu sammeln und Quarzit und Calcit mittels Ritzprobe zu bestimmen. Ein weiters Highlight dieser Exkursion war die Besichtigung eines Brunnens und eines Hochbehälters der Trinkwasserversorgung Übelbachs durch einen Gemeindemitarbeiter, Herrn Matthias Benedikt. Die Kinder konnten das glasklare, kühle Wasser aus den beiden Becken des Hochbehälters verkosten! Herrlich! Wie können wir uns in Österreich glücklich schätzen, dass wir auf diese Weise gesichert, mit bestem Trinkwasser  versorgt werden!

Das Team von AGUAStud bedankt sich für diese Exkursion mit den fröhlichen und interessierten Schülerinnen und Schülern der 1. Klasse der VS Übelbach, es hat auch uns viel Freude bereitet!

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Heuer leider keine Sommerworkshops!

Leider können heuer keine Sommerworkshops stattfinden! Aus gesundheitlichen und daraus resultierenden organisatorischen Gründen müssen wir die Naturwissenschaftlichen Workshops in den Sommerferien leider absagen. Wir wünschen euch frohe Ferien und alles, alles Gute zum Schulstart im Herbst.

Falls ab Herbst wieder Naturwissenschaftliche Workshops von AGUAStud – in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Übelbach – organisiert werden können, wird dies noch bekanntgegeben!

Mit lieben Grüßen, Angelika Riegler und das Team von AGUAStud

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Naturwissenschaftliche Workshops Schulhalbjahr 2022

Wir betrachten in den diesjährigen Workshops ganz bewusst mit neugierigen Augen jene Welt, die uns unmittelbar umgibt, die uns auch ernährt – und die wir zumeist als selbstverständlich hinnehmen und oft kaum beachten. Doch gerade diese unbeachteten Dinge (Luft, Wasser, Boden, Nahrungsmittel) sind die Basis unserer Lebensqualität und unserer Gesundheit. Und – welche Wertschätzung wir diesen lebenserhaltenden Dingen entgegenbringen bestimmt auch, wie sich das Klima, die Natur, unsere Umwelt und damit auch unser aller Leben und die Zukunft unseres Planeten Erde entwickelt. Deshalb lenken wir dieses Jahr unsere Achtsamkeit in unseren Workshops auf all das, was für uns aufgrund seiner Alltäglichkeit leider nicht den Stellenwert innehat, der ihm gebührt und der im Sinne eines bewussten, nachhaltigen Lebens zukunftsorientiert zwingend notwendig ist.

Zudem gestaltet jedes Kind mit uns eine persönliche Arbeitsmappe, in der die Unterlagen und Arbeitsblätter aller Workshops gesammelt werden.

Erster Workshop am 8. 3. 2022: Was? Woher? Wo? – Wie Natur schmeckt

Wir überlegten mit den Kindern, was und in welchen Mengen wir täglich essen und trinken (Ernährungspyramide), woher unsere Nahrung kommt und wie sie, von wem und wo produziert wird. Um zu überprüfen, woher die Lebensmittel in den Geschäften tatsächlich kommen, wanderten wir gemeinsam zum Nah&Frisch Benedikt in Übelbach (ein großes Dankeschön an die Geschäftsleitung) – denn die Kinder durften dort in zwei Gruppen anhand einer Liste herausfinden, wie viele Produkte davon aus österreichischer Produktion stammen und aus welchen Ländern, also was und woher, importiert wird.

Liste Gruppe Brot: Brot, Milch, Haselnüsse, Mandeln, Zucker, Spaghetti, Mehl, Müsli, Bananen, Karotten, Salat, Avocados, Sellerie, Frsichfleisch.

Liste Gruppe Eier: Eier, Butter, Walnüsse, Erdnüsse, Salz, Chips, Reis, Äpfel, Tomaten, Gruken, Kraut, Lauch, Milka Schokolade, Wurst.

Das Ergebnis: Frischfleisch stammt bei Nah&Frisch Benedikt laut Auskunft aus Österreich. Ein großer Anteil des Lebensmittelsortiments jedoch stammt aus ausländischer Produktion – und das gilt für alle Lebensmittelmärkte.

Die Importländer waren Deutschland, Italien, Spanien, Türkei aber auch die USA, Costa Rica, Mexiko, Chile, Argentinien und die Schweiz. Damit haben wir versucht den Kindern bewusst zu machen: Lokales bzw. Regionales vorzuziehen (manches gedeiht jedoch in Österreich nicht, wie z.B. Bananen, Avocados) und auf Saisonalität zu achten. Denn Früchte, die direkt an der Pflanze und am Feld gereift sind (Beispiel Erdbeeren), gepaart mit der wachsenden Freude auf die alljährlich wiederkehrende Erdbeerzeit, lässt diese viel besser schmecken und gibt ihnen jenen Stellenwert, den sie haben sollten: köstlich süß, zart, dunkelrot und selten. Viel besser als Glashauserdbeeren im Winter oder jene, die in fernen, trockenen Ländern für den Transport unreif geerntet worden sind.

Viel Gemüse und Obst kann man im eigenen Garten ziehen, Marmeladen selbst herstellen. Und direkt aus dem Gemüsegarten oder von Sträuchern und Bäumen geerntet schmecken Obst und Gemüse bestimmt viel besser. Diese Behauptung wollten wir gleich unter Beweis stellen – und die Kinder rührten einen Weiß- und einen Schwarzbrotteig aus verschiedenen frisch gemahlenen, biologisch angebauten Mehlen, Nüssen, und Leinsamen (3-Minuten Brotrezept). Und während wir ins Geschäft wanderten, war Mama Sybille Buchmüller so lieb, die Brote bei sich zu Hause zu backen. Mit Butter vom Bauern und selbst gemachter Marmelade von Angelika schmeckte unsere Jause, gemeinsam mit den Karotten und Äpfeln aus Österreich, die wir beim Nah&Frisch gekauft hatten, ausgezeichnet. Hmmmm … war das fein! Leitung: Angelika Riegler, Birgit Ömer.

Leider gibt es von diesem Workshop keine Fotos.

Zweiter Workshop am 12. 4. 2022: Unsere Sinne, die Tür zur Welt

Mit unseren Sinnen nehmen wir Eindrücke (Reize) wahr, die, ins Gehirn weitergeleitet und zusammengefügt, ein subjektives Bild von der Welt ermöglichen. Denn die Wahrnehmung der Außenwelt ist etwas, die erst im Gerhin stattfindet! Wir besitzen neben den klassischen 5 Sinnen auch noch z.B. den Gleichgewichtssinn, den Temperatursinn, die eigene Körperempfindung und den Schmerzsinn. Aus all diesen gesammelten Reizen und Eindrücken entsteht ein Bild von unserer Umwelt, in das unser Wissen und Verständnis einfließt, woraus sich unsere ganz persönliche Meinung, unsere innere Einstellung und Handlungsorientierung formt.

Nachdem wir aber auch unsere auch Sinne bewusst täuschen können, können wir Vieles über unsere Wahrnehmungsstrategien im Gehirn erfahren. Denn die von unseren Sinnensorganen gesammelten Informationen können auch falsch interpretiert werden, sodass wir bspw. etwas wahrehmen, das gar nicht existiert.  Das konnten die Kinder anhand verschiedener Versuche kennenlernen – und mit Staunen und Aha ein Loch in der Hand sehen, andere Geschmäcke wahrnehmen (oder auch nicht) oder Kirchenglocken läuten hören, die in Wirklichkeit gar nicht läuteten! Unsere Sinne sind sehr sensibel und harmonisch aufeinander abgestimmt – aber man muss immer das was man sieht, hört, fühlt, riecht oder schmeckt, auch kritisch hinterfragen … Leitung: Birgit Ömer, Ismene Fertschai

P1130305_web P1130298_web P1130279_web P1130268_webDritter Workshop am 10.5. 2022: Walderlebnis

Sich in der Natur bewusst wahrnehmen, seine Fähigkeiten und Grenzen kennenlernen, mit Naturmaterialien arbeiten und ein bestimmtes Ziel erreichen und all das im Miteinander in einem Team, waren die nicht einfachen Herausforderungen dieses Nachmittags im Wald. Die eigene Kraft, Geschicklichkeit, Kreativität und Phantasie geschickt zu nützen, sie einzubringen und im Team gemeinsam umzusetzen, war für manche nicht so einfach. Einige waren mit all ihrer körperlichen und geistigen Kraft dabei, andere verloren sich in Details, die aus dem Gruppenplan liefen. Es ist nicht einfach, die Geister in einer so bunt gemischten Gruppe in einem gemeinsamen Projekt zu einen. Aber letztlich war das Ergebnis zufriedenstellend, was meint ihr? Mit wilden Sprüngen, Anwandungen aber auch hinterlistigen Hohlräumen oder Mulden – sodass die Kugel einige Male wieder angeschubst werden musste – hat jede letztlich ihr Ziel erreicht! Es war ein fröhlicher Nachmittag – ein großes Dankeschön an den/die Waldbesitzer/-in, dass wir in seinem/ihrem Wald sein durften! Leitung: Johanna Eisank

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Vierter Workshop am 14. 6. 2022: Meine wilde Pflanzenküche, Leitung: Lisi Ofner, Angelika Riegler

Wir haben in unserem ersten Workshop besprochen, wo und von wem unsere Lebensmittel in Österreich produziert werden und woher, also aus welchen Ländern sie letztlich in den Geschäften tatsächlich kommen – so haben wir uns diesmal hinaus in die Natur begeben und geschaut, was uns die Natur alles schenkt, ohne dass wir Felder und Gärten bebauen, um ernten zu können.

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Pflanzen wurden bestimmt, zerrieben, an ihnen gerochen und auch gekostet …

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Auch lautloses Anschleichen wurde geprobt …

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… und die Buben haben sich nebenbei mit Begeisterung Rechenaufgaben gewidmet!

Geladen waren wir bei der Familie Schinnerl-Köll, beim Hofladen Köll in der Gleinalmstraße 75. Von dort aus machten wir uns auf den Weg – auf Trockenstandorte am Berg und entlang des Übelbaches (Feuchtwiesen), denn jeder Standort bietet den unterschiedlichsten Pflanzen ideale Bedingungen.

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Herzlichen Dank an Elisabeth Köll, die auch Kräuterpädagogin ist!

Gefunden und geerntet haben wir: Klettenlabkraut, Kleeblüten, Wiesensalbeiblätter und -blüten, Holunderblüten, Gänseblümchen, Brennnesssel, Schafgarbe, Sauerampfer, Bachminze, Spitzwegerich, Wilder Oregano, Quendel (wilder Thymian), Giersch und Hopfen-Tribspitzen.

Rotklee (Trifolium pratense) und Wiesensalbei (Salvia pratensis).

Rotklee (Trifolium pratense) und Wiesensalbei (Salvia pratensis).

Gekocht haben wir aus all den Wildkräutern: eine köstliche Wildkräuterknöderlsuppe auf Lisis Raketenofen, den ihre Söhne Onni und Kimmi fleißig mit trockenen Ästchen befeuerten. Zudem machten wir Brennnessel-Bratlinge, die allen köstlich schmeckten sowie einen Kräutertopfenaufstrich für das wunderbare Brot von Elisabeth.

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Der großartige Raketenofen, in dem die Energie der kleinen Ästchen direkt genutzt wird und die Suppe ganz schnell zu kochen anfing!

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… und gerührt!

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Und es wurde fleißig geschnippelt …

Als Nachtisch gab es in Backteig gebackene Holunderblüten und Palatschinken mit Heidelbeermarmelade (aus Waldheidelbeeren gekocht und mitgebracht von Angelika). Alles zusammen ergab ein köstliches Essen mit fünf Gängen (und dabei haben wir den Wildspargel (Hopfentriebspitzen) gar nicht mehr gebraten) – und allen hat es köstlich geschmeckt. Zu trinken gab es ein herrliches Kräuterwasser, in dem Minzeblättchen, bunte Klee- und Hollerblüten sowie Gänseblümchen badeten und zusammen mit Zitronenscheiben das Wasser aromatisierten.

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Brennnesselbratlinge! Bitteschön – wer möchte kosten?

Es wurde uns intensiv bewusst – die Natur schenkt uns alles, und wenn wir uns mit der wildwachsenden Pflanzenvielfalt auseinandersetzen und die essbaren Pflanzen kennenlernen, kann man seinen Tisch reichhaltig decken! Hier die Rezepte!

Fünfter und letzter Workshop am 12. 7. 2022: Chemie in der Keksdose, Leitung: Birgit Ömer, Angelika Riegler

Wer hätte das gedacht, dass chemische Reaktionen der Grund sind, dass beispielsweise ein Kuchen fluffig weich wird und das Brot hoch aufgeht. Und welche Rolle spielen Ei und Mehl in der ganzen Geschichte? Um das besser zu verstehen, hat Birgit für die Kinder einige Versuche vorbereitet, bevor wir dann tatsächlich einen köstlich lockeren Kuchen gebacken haben. Interessant war das gemeinsame Überlegen im Schatten der großen Linde im Hof der Familie Schinnerl/Köll in Übelbach!

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Gemeinsam werden chemische Reaktionen überlegt und anhand von Versuchen visualisiert!

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Zitronensaft und Backpulver schäumen auf …

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… und ein Eiklar wird in einen luftigen, weißen Schaum verwandelt …

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… der mit Zucker zu einer köstlich süßen Creme wird!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So wird auch die Bedeutung von Backpulver und Ei, neben der Hauptzutat Mehl, überlegt. In einem weiteren Versuch mit Mehl haben wir dessen Kleber (Gluten) genützt, um schöne Blätterbilder zu gestalten! Wie auch das Mehl in einem Kuchen, so hat der Mehlkleber auch alle Blätter im Bild zusammengehalten!

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Schöne Bilder entstehen, geklebt mit Mehlkleber (Mehlkleister) …

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… in den schönsten Farben der Natur!

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… und der Steckerlbrotteig kräftig geknetet!

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Fleißig wird der Kuchenteig verrührt …

Ja, und dann wird das Feuer angezündet, werden Kartoffeln in Lehm oder Alufolie eingepackt und in die Glut gelegt! Mit den Kräutern aus dem Garten von Elisabeth Köll wurde dazu ein köstliches Kräuterjoghurt gezaubert und mit einer kleinen Schnitzeljagd wieder das Woher der Lebensmittel bewusst gemacht, womit sich der inhaltliche Kreis unserer Workshops schließt. Und nachdem wir immer alle Sinne nützen wollen, durften die Kinder noch das in einer Schüssel verdeckte Gemüse erfühlen, das sie dann zu köstlichen Salaten zerschnippelt und gerieben haben. Als süßen Nachtisch gab es dann vorallem noch den wunderbaren Zitronenkuchen, der tatsächlich nicht nur herrlich süß-zitronig, sondern auch unglaublich luftig, saftig und fluffig war! Ja – alles in der Natur ist auch Chemie! Hier das Rezept mit dem Arbeitsblatt der Kinder!

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In Lehm und Alufolie gehüllte Kartoffeln im Feuer …

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… die auch wirklich köstlich geworden sind!

Mit einem Dankeschön an die teilnehmenden Kinder – ihr wart interessiert und neugierig, fleißig und engagiert, es hat uns großen Spaß gemacht mit Euch. Leider mussten wir diesmal aber auch Abschied nehmen. Dazu gab es von Angelika noch schöne Kleinigkeiten als Abschiedsgeschenke (ein Murmelspiel mit Murmeln, so bunt wie das Leben selbst und ein Wildkräuter-Bestimmungsbuch). Schade, dass zu den beiden letzten Workshops nur so wenige Kinder gekommen sind, das stimmte uns doch sehr traurig. Denn nicht nur viele der Abschiedsgeschenke sondern auch die fertig gestalteten Arbeitsmappen sind nun bei uns geblieben. Wer daran interessiert ist, bitte bei Angelika melden!

Danke auch an die Marktgemeinde Übelbach, die diese Workshops unterstützt hat und ebenso herzlichen Dank an Elisabeth Köll und Rudi Schinnerl (Genuss-Hofladen, Übelbach), dass wir bei euch sein durften! Es war ein wunderschönes, gemeinsames Forschen, Tun, Spielen und Lachen!

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Hintere Reihe von links: Helga, Leonora, Birgit, Angelika, Elisabeth und die Kinder.

Alles Liebe – das AGUAStud-Team 2022, mit Angelika, Birgit, Lisi, Johanna, Ismene und Helga

Wenn ein Stein denken würde …

Heute möchte ich eine afrikanische Weisheit weitergeben, die uns auf wunderbare Art zeigt, welche Bedeutung wir alle – jede(r) Einzelne von uns – in der großen Gemeinschaft aller Menschen der Erde innehaben. Sie zeigt, wie wichtig es ist, in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels, der Ressourcenknappheit, des Artensterbens und des Krieges dem eigenen Handeln jene Bedeutung beizumessen bzw. ihm jenes Gewicht zu geben, das ihm tatsächlich zukommt.

Denn wir alle sind Akteure der Gegenwart und für die zukünftige Entwicklung unseres Lebensraumes Erde sowie für die heranwachsende Generation verantwortlich. Und Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung  über Zusammenhänge im System Erde sowie in unserem gesellschaftlichen System ermächtigen uns, unsere Handlungsweisen zu überdenken und zu ändern. Sie sind daher auch der Schlüssel zu einem gesellschaftlich kulturellen Wandel – mit dem Bewusstsein: es kommt auf jede(n) Einzelnen von uns an. Deshalb sehen wir unsere Aufgabe als Umweltbildungsplattform in der Wissensvermittlung und der Bildung eines kritischen Bewusstseins für alle – und insbesondere für Kinder und Jugendliche, worauf sich unsere Naturwissenschaftlichen Workshops und Sommerwochen aufbauen. Dass es auf jeden Menschen ankommt, verinnerlicht sich hier durch diese wunderbaren Gedanken:

Wenn der Stein denken würde:
»Ein einzelner Stein kann keine Mauer aufrichten«,
gäbe es keine Häuser.

Wenn ein Wassertropfen denken würde:
»Ein einzelner Wassertropfen kann keinen Fluss bilden«,
gäbe es keinen Ozean.

Wenn das Weizenkorn denken würde:
»Ein einzelnes Weizenkorn kann keinen Acker besäen«,
gäbe es keine Ernte.

Wenn ein Sonnenstrahl denken würde:
»Ein einzelner Sonnenstrahl kann keinen Tag erhellen«,
gäbe es kein Licht.

Wenn der Mensch denken würde:
»Eine einzelne Liebesgeste rettet die Menschheit nicht«,
gäbe es weder Freundschaft noch Frieden auf der Welt.

Wie das Haus jeden Stein benötigt,
der Ozean jeden Wassertropfen,
die Ernte jedes Weizenkorn,
das Licht jeden Sonnenstrahl,
so benötigt der Friede dich,
deine Einzigartigkeit
und deine Liebe.

Das gilt für die Umwelt und das Klima, das gilt aber auch gegen Aggressoren wie Russlands Präsident Putin: würden wir über alle Sozialen Medien die Menschen aller Staaten Europas aufrufen, in die Ukraine zu reisen, um dort gemeinsam mit den Ukrainern alle Einfallsstraßen von Kiew und anderen Städten mit einer Mauer aus unbewaffneten Menschen aller Nationen zu blockieren – dann könnten die Panzer Putins diese nicht einfach niederrollen. Ein übernationaler, friedvoller Widerstand … 

Die Afrikanische Weisheit stammt aus dem Buch von Gisela Rieger „Geschichten, die dein Herz berühren“