Sommerferienwoche 2020 – positiv denkend in die Zukunft blicken!

Im Augenblick der intensiven, persönlichen Einschränkungen ist es besonders schön, positiv denkend in die Zukunft zu blicken und zu planen! Deshalb erarbeiten wir auch heuer wieder eine naturwissenschaftliche Sommerferienwoche, die wir gemeinsam mit der Marktgemeinde Übelbach umsetzen werden. Mit der festen Überzeugung, dass bis dahin die Gefahr durch das Corona-Virus überwunden sein wird und wir alle wieder dankbar in einer schönen und bewusst erfahrenen Umwelt leben können!

Und gerade deshalb, weil unsere Kinder aktuell erleben, wie sensibel unsere Umwelt auf kleinste Veränderungen reagiert, wie alles miteinander vernetzt und voneinander abhängig  ist – ist es uns wichtig, auch heuer wieder Kindern die Möglichkeit zu bieten, Erfahrungen in der Natur zu sammeln, Verständnis über natürliche Zusammenhänge zu gewinnen und Vertrauen in sich und ihre Umwelt aufzubauen, durch gemeinsames Entdecken und Forschen, kombiniert mit Spiel und Spaß in der Natur – am Bach, im Wald und auf der Wiese.

EINLADUNG zur AGUAStud-Sommerferienwoche 2020, gefördert durch die Marktgemeinde Übelbach:

Leitung: Dr. Ismene Fertschai (Biologin, KF-Uni Graz)

Das Team: Mag. Lisi Ofner (Biologie), Angelika Riegler, MSc. (Geographie), Mag. Johanna Eisank (Umweltpädagogik, Umweltsystemwissenschaften), Mag. Peter Ofner (Geologie) sowie Studierende der KF-Uni Graz.

TERMIN: 10. – 14. August 2020, täglich von 9 – 17 Uhr, mit einmaliger Übernachtung im Zelt am Pastnerteich (von Donnerstag auf Freitag).

Zielgruppe: Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren

ANMELDUNG: Entweder telefonisch bei Angelika Riegler, Telnr.: 06767/87428184 oder per e-mail unter: umweltbildung@aguastud.at. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

 

Sich mit verbundenen Augen ganz auf den Tastsinn konzentrieren!

Sich mit verbundenen Augen ganz auf den Tastsinn konzentrieren (Sommerwoche 2019)!

Dr. Fertschai beim Bestimmen einiger Nachtfalter ...

Dr. Fertschai beim Bestimmen einiger Nachtfalter an der Lichtfalle (Sommerwoche 2019).

 

Schulexkursionen an den Wasserthemenweg „WWW-WasserWissensWelt“ in Übelbach

Außerschulische Lernorte sind eine wichtige Ergänzung zum Unterricht und tragen zur Internalisierung theoretisch erworbenen Wissens bei. Durch die unmittelbare Auseinandersetzung mit themenbezogenen Fragestellungen wird Wissen diskutiert und durch persönliche Erfahrungen verknüpft und verankert.

Im Rahmen einer Exkursion an den Wasserthemenweg „WWW-WasserWissensWelt“ in Übelbach (halbtags oder ganztags) kann Wasser in seinen physikalischen und chemischen Eigenschaften, als Grundlage allen Lebens und Wirtschaftens (Nutzung, Verschmutzung), als Klimafaktor und Klimaelement aber auch als die Kulturgüter des Menschen bedrohende Gefahr erforscht und erfahren werden (für Volksschulen, Sekundarstufe I und II).

Als zweites Highlight für die Sekundarstufe II gilt der WasserWissensWelt Quiz-Geocache ALLES oder NICHTS – eine spannende Herausforderung für Körper und Geist!

Beides kann als geführte Exkursionen mit Johanna Eisank (Umweltsystemwissenschafterin) gebucht werden, weitere Informationen und Anmeldung per E-Mail: umweltbildung@aguastud.at oder telefonisch: 0681/81157178

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Die Sommerwochen 2019 in Übelbach: Bericht für das 1. Team

Die beiden Sommerferienwochen 2019, „PHANTASTISCHE GEHEIMNISSE DER NATUR, neugierige Naturforscher*innen auf märchenhafter Entdeckungsreise“ (1. Team)  und „ABENTEUER NATUR und mutige Naturforscher*innen auf Berg- und Quellentour“ (2. Team) wurden von der Marktgemeinde Übelbach in ihrem Umweltbildungsprogramm als Umweltbildungsgemeinde angeboten und gefördert. AGUAStud arbeitete die Inhalte im Auftrag der Marktgemeinde Übelbach aus und setzte diese in Zusammenarbeit mit der Karl-Franzens-Universität (Institute der Geographie und Biologie) um.

1. Team: „PHANTASTISCHE GEHEIMNISSE DER NATUR, neugierige Naturforscher*innen auf märchenhafter Entdeckungsreise“, Alter der Kinder: 6 – 10 Jahre. Bericht: Mag. Lisi Ofner (1. Tag) und Leonhard Lorber. Fotos (wenn nicht anders zitiert) von: Leonhard Lorber, Lisi und Onni Ofner sowie Julia Mitterer (Die Fotos bitte anklicken, um sie zu vergrößern!).

LEITUNG der Sommerwoche: Leonhard Lorber (Lehramt Biologie, Philosophie, Psychologie), unterstützt von Julia Mitterer (Lehramt Biologie, Chemie) und Stefan Pierer (Umweltsystemwissenschafter) sowie am 1. Tag von Mag. Lisi Ofner (Biologin).

BERICHT

1. Tag (Montag, 19. August 2019, in und am Übelbach) Bericht: Mag. Lisi Ofner:

Um 9 Uhr starteten wir im Vereinsheim in Übelbach damit, um zu zeichnen, zu malen, zu schreiben oder um zu beschreiben, was wir uns von der kommenden Woche erwarten, wünschen oder auch nicht wünschen.

Anschließend setzten wir uns gemütlich zusammen, um 2 Fabeln von Lafontaine zu lauschen („Der Löwe und die Ratte“ und „Die Taube und die Ameise“). Beide Geschichten handeln davon, wie kleine, scheinbar schwächere Tiere jemand Großem helfen können.

Diese Erzählungen nahmen wir als Anstoß, um anschließend in ein kleines Waldstück am Übelbach zu laufen, um dort zu erforschen, wie die kleinen Wesen im Waldboden Großes bewirken können, indem sie das herabfallende Laub innerhalb kurzer Zeit in wertvollen Humus aufbereiten und so die Nährstoffe in einem ewigen Kreislauf wieder für die Bäume verfügbar machen. Ausgerüstet mit Sieben, weißen Tüchern und Becherlupen fanden wir alsbald eine große Anzahl der meist übersehenen, oft wunderschön und bizarr aussehenden Tiere: Weberknechte, winzige Spinnen, Asseln, Hundertfüßler, Tausendfüßler, Pseudoskorpione, Milben, Schnecken, Springschwänze, Regenwürmer, Käfer, Ameisen. Hinzu kommen noch andere Organismen, die mit freiem Auge nicht sichtbar sind. Jede dieser Arten fügt sich in eine bestimmte Nische, manche fressen herabfallende Blätter, manche sind auf das Zersetzen der Blattadern spezialisiert, manche wieder fressen die Ausscheidungen anderer Tiere, dann gibt es Jäger und holzabbauende Bodenbewohner. Würde es diese Lebewesen nicht geben, würden sich Laub, Äste und anderes über die Jahre meterhoch auftürmen.

IMG-20190902-WA0044_kleinIMG-20190902-WA0042_klein IMG-20190902-WA0041kleinUnd Lisi hatte auch eine Arbeitsblatt für die Kinder mitgebracht. Die Aufgabe war garnicht so einfach zu lösen, aber gemeinsam schafften es die Kinder, nachdem sie viele der Tiere auch in der Natur bestimmen konnten!

Kleine Wesen, die Großes bewirken © Mag. Lisi Ofner

Kleine Wesen, die Großes bewirken © Mag. Lisi Ofner

Ganz zufällig ging den Kindern auch die wunderschöne Raupe der Ahorneule ins „Netz“.IMG-20190902-WA0068_klein

Raupe der Ahorn-Rindeneule (Acronicta aceris)

Die hübsche Raupe der Ahorn-Rindeneule (Acronicta aceris), auch Ahorneule oder Rosskastanieneule genannt.

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Und so sieht die geschlüpfte Ahorneule aus (Foto: Fvlamoen, Wikipedia)

Wer vom vielen Suchen, Bestimmen und Bestaunen müde wurde, konnte am Waldboden Fantasiewesen bauen. Hier einige der Kunstwerke!

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1. Waldtier: es sieht fast so aus, als trüge es ein Geweih?

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2. Waldtier: ist das vielleicht ein Tausendfüßler?

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3. Waldtier: wem gehören die großen Ohren?

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4. Waldtier: wer bist denn du? Schmetterling, Libelle oder …?

Nach der Jause spielten wir auf der Wiese vor dem Vereinsheim lustige Spiele wie das Evolutionsspiel, in dem man sich von der Amöbe über einen Frosch und einen Affen zum Menschen „hochentwickeln“ kann, oder das Spinnenspiel, wo sich Kinder in Wolfsspinnen verwandeln und Springschwänze jagen.

IMG-20190902-WA0048_kleinIMG-20190902-WA0010Die Zeit verging schnell, schon war es Mittag und wir spazierten ins Gasthaus „Zur Sonne“ im Alten Markt Übelbach, um köstliche Spaghetti mit Salat zu schmausen. Am Rückweg bestaunten wir die vielen Pflanzen, die in der essbaren Gemeinde Übelbach am Wegrand wachsen.

Nach der Nachspeise im Vereinsheim (ein ausgezeichneter Kuchen von einer Mutter gespendet) gings nun aber zum Übelbach zum Wassertiere Fangen und Bestimmen, ein jährlich wiederkehrendes Highlight insbesondere bei warmem Sommerwetter wie an diesem Tag – und Lisi hatte noch ein kleines Rätsel mitgebracht. Aber das war für alle Kinder einfach zu lösen!

Die versteckte Welt im Bach © Mag. Lisi Ofner

Die versteckte Welt im Bach
© Mag. Lisi Ofner

Folgende Tiere konnten wir erwischen und bestimmen:

  • Eintagsfliegenlarven,
  • Steinfliegenlarven,
  • Köcherfliegenlarven,
  • Strudelwürmer,
  • Napfschnecken,
  • Piratenspinnen,
  • Bachflohkrebse,
  • Signalkrebse
Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus)

Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus)

Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus)

Ein wenig gruselig: der Signalkrebs von seiner Unterseite und mit seinen riesigen Scheren!

Neben der Begeisterungsfähigkeit der Kinder war für uns die schönste Erfahrung auch, wie kreativ die Kinder waren: so bereiteten sie aus Eigeninitiative den feinsten Saft mit klarem Bachwasser und den herrlichsten Früchten der Natur vor Ort zu: Himbeeren und Sanddorn!

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2. TAG (Dienstag, der 20. 8. 2019, bei der Bockstallerhütte) Bericht: Leonhard Lorber:

Der zweite Tag startete gleich ganz schön anstrengend: im Auftrag eines Ritters über Stock und Stein im Wald und auf der Almweide; immer auf der Suche nach einem versteckten Bergkristall eines bösen Zauberers.

Doch was war das Spannendste? Die lebendige Umwelt um uns herum. Sprich Feldrillen, geschützte Lebewesen wie der Feuersalamander (Salamandra salamandra) und natürlich hunderte Heuschrecken haben es uns angetan. Die Kinder stürmten los und sammelten was das Zeug hielt. Die gesammelten Tiere wurden als Gemeiner Grashüpfer (Chorthippus parallelus) und Wiesengrashüpfer (Chorthippus dorsatus) bestimmt. Auch eine Besonderheit war dabei: die Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens), sie gilt in vielen Bereichen Europas als stark gefährdet; in Übelbach und Umgebung fanden wir sie erfreulicherweise in großer Zahl!

Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)

Blauflügelige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens)

Kleine Goldschrecke (Euthystira brachyptera)

Kleine Goldschrecke (Euthystira brachyptera)

Feldheuschrecke (Chorothippus)

Feldheuschrecke (Chorthippus)

Erbseneule (Ceramica pisi)

Auffällige Raupe des Nachtfalters Erbseneule (Ceramica pisi)

Feldgrille (Gryllus campestris)

Feldgrille (Gryllus campestris)

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Das schöne Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae)

Auf unserer Suche nach dem versteckten Bergkristall begegneten wir einigen Tieren nur indirekt: ein Fuchsschädel mit typischem Raubtiergebiss faszinierte uns ebenso wie ein Natternhemd – der wunderschöne papierartige Häutungsrest einer Schlange.

Nach der langen Reise schmeckten uns Fritzens köstliche Käsespätzle (Bockstallerhütte) besonders gut und wir ließen den Tag langsam ausklingen!

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IMG-20190902-WA0030IMG-20190902-WA0031IMG-20190902-WA0034Eule_achtsam_ohne Lied3. TAG (Mittwoch, 21. 8. 2019, beim Schranken Hoyer), Bericht: Leonhard Lorber:

Am dritten Tag versuchten wir den Wald mit all unseren Sinnen wahrzunehmen. Wie fühlt sich ein Zapfen an, wie ein Krickerl, wie ein Natternhemd? Das Schneiden von Haselstöcken & das anschließende Verzieren waren neben dem Gestalten eines Sommerwochen-Tshirts unsere kreativen Tätigkeiten mit unglaublich schönen Endresultaten! Wer noch nicht zu müde war, machte sich auf zu diversen Streifzügen durch Wald & Wiese um Neues zu entdecken und mehr über bekannte Dinge zu erfahren! Die Fragen der Kinder waren mannigfaltig und teilweise gar nicht leicht zu beantworten! Nach dem Basteln und vor dem Essen wuschen wir uns die Hände im eiskalten, glasklaren Wasser des Baches. Das warme Gulasch vom GH Hammerherrenhaus (Gisela Glänzer) tat uns an diesem kühlen Tag besonders gut!

IMG-20190902-WA0027IMG-20190902-WA0037 IMG-20190902-WA0036Die letzten Stunden verbrachten wir im gemeinsamen Spiel & gemütlichen Zusammensein mit dem 2. Team, das vom Gleinalmschutzhaus zu uns herunterkam. Besonders lustig für die Kinder mit Geschwistern in der anderen Gruppe! Da wurden Abenteuer erzählt und Geschichten ausgetauscht!

... und Schnitzen war bei den Großen wie den Kleinen immer aktuell!

Eule_achtsam_ohne Lied4. TAG ( Donnerstag, 22. 8. 2019, Pastnerteich/Übelbach), Bericht: Leonhard Lorber:

Der vierte Tag war der Beginn des Übernachtungsabenteuers auf der Wiese neben dem Pastner Teich! Nach unseren letzten spannenden Versuchen über den Wassertransport in Pflanzen im Vereinsheim machten wir uns auf den Weg zu unserem Lagerplatz.

Der Wassertransport in den weißen Blumen wird durch die blauen Einfärbungen (Tinte) sichtbar!

Der Wassertransport in den weißen Blumen wird durch die blauen Einfärbungen (Tinte) sichtbar!

Nun wurden die Zelte aufgebaut, Isomatte & Schlafsack hergerichtet, die Feuerstelle vorbereitet – was es da nicht alles zu tun gab! Danach haben wir es ausgekostet, einen Spielplatz direkt neben unserem Lager zu haben!

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IMG-20190902-WA0013Am Abend saßen wir noch lange am Lagerfeuer, grillten uns Würstchen, Grillkäse und Marshmallows bis wir nicht mehr konnten und erzählten uns Geschichten. Nach dem Zähneputzen und wildem Spiel um die Zelte herum gingen wir ins Bett, Einzelne auch sehr widerwillig. 😉

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Eule_achtsam_ohne Lied5. TAG (Freitag, 23. 8. 2019, Pastnerteich/Übelbach), Bericht: Leonhard Lorber:

Nach einem ausgedehnten Frühstück mit heißem Kakao waren alle gestärkt für einen lustigen, letzten Tag. Wir genossen die Sonne, den Sand, die Schaukeln, den Kletterstein – kurz: es war ein gemütlicher Ausklang bei perfektem Badewetter, gemeinsam mit dem zweiten Team, dessen Woche auch am Pastnerteich ausklang. DANKE für die vielen guten Kuchen, die von den Eltern mitgebracht wurden!

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Mondvogel – wer bist du? Sommerwoche 2019

Wer spazierte am Pastnerteich in Übelbach am letzten Tag der Sommerwoche 2019 über den Tisch? Die Raupe eines Mondvogels (Phalera bucephala) – eines großen Nachtfalters.

Raupenstadium des Mondvogels oder Mondfleck (Phalera bucephala)

Raupenstadium des Mondvogels oder Mondfleck (Phalera bucephala), Foto Angelika Riegler

Die Flügelspanne des Imago (erwachsenes Tier = Falter) beträgt zwischen 6 – 7 cm, seine Flügel sind grau, silbern schuppig und tragen an der Flügelspitze jeweils einen leuchtend hellbraunen Fleck, den Mondfleck. Klappt der Falter die Flügel zusammen, sieht er wie ein Holzsstück aus – eine wunderbare Tarnung!

Ein Stück Holz? Nein, ein Schmetterling!

Ein Stück Holz? Nein, ein Schmetterling! (Foto: Art Mechanik, Wikipedia)

Der Mondvogel oder Mondfleck () aus der Familie der Zahnspinner

Der Mondvogel oder Mondfleck (Phalera bucephala) aus der Familie der Zahnspinner (Foto: www.lepiforum.de)

 

 

 

 

 

 

 

Schmetterlinge haben vier Entwicklungsstadien und durchlaufen eine vollständige Metamorphose: Ei, Raupe, Puppe und Falter. Die Futterpflanzen des Mondvogels sind vor allem Weiden, Erlen, Birken und Haseln, diese sind alle feuchtigkeitsliebende Pflanzen. Daher findet der Mondvogel am Übelbach und am Pastnerteich ideale Lebensräume!

1. TAG des zweiten Teams der Sommerwoche 2019 in Übelbach

Die beiden Sommerferienwochen 2019, „PHANTASTISCHE GEHEIMNISSE DER NATUR, neugierige Naturforscher*innen auf märchenhafter Entdeckungsreise“ und „ABENTEUER NATUR, mutige Naturforscher*innen auf Berg- und Quellentour“ wurden von der Marktgemeinde Übelbach in ihrem Umweltbildungsprogramm als Umweltbildungsgemeinde angeboten und gefördert. AGUAStud arbeitete die Inhalte im Auftrag der Marktgemeinde Übelbach aus und setzte diese in Zusammenarbeit mit der Karl-Franzens-Universität (Institute der Geographie und Biologie) um. 

BERICHT

2. Team: „ABENTEUER NATUR, mutige Naturforscher*innen auf Berg- und Quellentour“

LEITUNG: Angelika Riegler, MSc, unterstützt durch Frau Dr. Ismene Fertschai (Institut für Biologie, Uni Graz), Herrn Mag. Peter Ofner (Geologie), Stefan Pierer (Umweltsystemwissenschaften), Julia Mitterer (Lehramt Biologie) und Lea Feuerstein (AHS-Schülerin). Zudem trugen zahlreiche engagierte Einwohner*innen Übelbachs zum guten Gelingen dieser Sommerferienwoche bei – entsprechend dem Leitbild einer Umweltbildungsgemeinde. Diesbezügliche Danksagungen finden sich im Bericht!

Der 1. Tag (Montag, der 19. August 2019) war neben dem Kennenlernen und Lagerbauen dem Schwerpunkt Geographie gewidmet. Bericht und Fotos: Angelika Riegler, MSc. (Die Fotos bitte anklicken, um sie zu vergrößern!)

Entsprechend unserem Motto „Mit offenen Augen und mit Achtsamkeit unterwegs sein“ bedeutet, mich auf meine Umwelt einzulassen, bewusst in ihr unterwegs zu sein – achtsam auf das Kleine und Unscheinbare sowie aufmerksam auf die Zusammenhänge im „Großen Ganzen“ zu sein und mich selbst darin bewusst wahrzunehmen und zu erfahren: WO bin ich, WAS ist um mich herum, WIE ist alles miteinander verbunden, WER begleitet mich, WELCHE Rolle spielt alles in diesem Gefüge sowie WELCHEN Anteil habe ich an dieser großen Gemeinschaft?

Dazu gehört das Erlernen des richtigen Umgangs mit einer Karte und dem Kompass – denn der Blick auf eine Karte ermöglicht uns den großen Überblick und das bewusste Wahrnehmen des WO bin ich hier, am Berg, auf der Almwiese, zwischen Kühen, in der Sonne – als ein Teil meiner Umwelt, und der Kompass zeigt mir meinen Weg, den kleinen Weg in der großen Gesamtheit, er lässt mich in meiner Umgebung zurechtfinden, mich orientieren und meine Umwelt bewusst betrachten. Und ich bin mit dem Kompass in der Hand zwar auf mich gestellt aber doch in einer Gemeinschaft, einer kleinen Gruppe (drei Gruppen zu je 4 Kindern mit einem/einer Begleiter*in) unterwegs.

Viele Aufgaben ermöglichten das Bewusst-Unterwegs-Sein, mit offenen Augen: Siehe das Dokument Orientierungslauf, das die Kinder mitbekommen haben sowie die allgemeine Einleitung (Sphären der Erde) für unsere Woche bzw. für diesen Tag.

Die Gruppe Atmosphäre ist mit dem Kompass und Angelika Riegler unterwegs ...

Die Gruppe „Atmosphäre“ ist mit dem Kompass und Angelika Riegler rund um den Schererkogel unterwegs …

... und sie sind konzentriert bei der Aufgabe, sich den geologischen Aufschluss genau anzusehen und zu zeichnen!

… und sie sind konzentriert bei der Aufgabe, sich den geologischen Aufschluss – die Felswand – genau anzusehen und zu zeichnen!

Den Weg zu finden ist gar nicht so schwierig ...

Den Weg zu finden ist gar nicht so schwierig …

Hier steht etwas auf einer grünen Tafel auf dem Hochsitz ... aha, ja - und wird auf dem Arbeitsblatt eingetragen!

… und die Aufgaben leicht zu erfüllen. Hier steht etwas auf einer grünen Tafel auf dem Hochsitz … aha, ja – und es wird auf dem Arbeitsblatt eingetragen!

Wir sind schon eine zeitlang unterwegs - es ist eine lustige Herausforderung, die die Kinder problemlos meistern!

Hier sind wir schon eine zeitlang unterwegs – es ist eine lustige Herausforderung, die die Kinder problemlos meistern!

... und jetzt haben sie bemerkt, dass sie wieder zurück sind - sie haben ihren schon vorbereiteten Schlafplatz entdeckt!

Und jetzt haben sie gerade bemerkt, dass sie wieder zurück sind – sie haben ihren schon zuvor ein wenig vorbereiteten Schlafplatz entdeckt! Ha, welche Freude …

Doch bevor sie ihre Schlafplätze fertig bauen konnten, durften sie noch mit dem Holter-Fritz in den Brunnen schauen - nicht ohne zu schätzen, wie tief er ist und wie hoch das Wasser in ihm steht!

… doch bevor sie ihre Schlafplätze fertig bauen konnten, durften sie noch mit dem Holter-Fritz von der Bockstallerhütte (Fritz Rachoinig)  in den Brunnen schauen – nicht ohne zu schätzen, wie tief er ist und wie hoch das Wasser in ihm steht – mit der Info, warum sie Wasser sparen mussten!

Doch leider mussten die Kinder am Abend ihre selbstgebauten Zelte doch wieder abbauen, da sich Regen und Gewitter ankündigten!

Doch trotz aller Freude mussten die Kinder am Abend ihre selbstgebauten Zelte doch wieder abbauen, da sich Regen und Gewitter ankündigten …

... aber das Schlafen unter Tischen und Bänken in der Gaststube und im Trockenen war auch seeehr lustig - währenddessen es draußen pritschelte, blitzte und donnerte!

… aber das Schlafen unter Tischen und Bänken in der Gaststube und im Trockenen war auch seeehr lustig – währenddessen es draußen pritschelte, blitzte und donnerte!